Artikel wurde zum Warenkorb hinzugefügt.
ARTIKEL VORÜBERGEHEND NICHT VERFÜGBAR
Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Zur Produzentenliste

Produzent

Kagera Co-operative Union Ltd. - KCU

Gründung
1950 als Kooperative, seit 1993 Fair Trade zertifiziert
claro-Partner seit
1991
Ort
Tansania - Bukoba (Vertrieb), Kagera Region im Nordwesten (Kaffee-Anbau)
Produzenten
40 Angestellte im Vertrieb, ca. 250 Angestellte in der Verarbeitung, 90'000 KleinproduzentInnen in 125 Untergruppen/Dorfgemeinschaften aufgeteilt
Produkte
Bio-Instantkaffee und Kaffeebohnen in Bio-Qualität
Produzentennummer
101795

Die Organisation
Das BIP pro Kopf in Tansania ist sehr gering, so dass das Land teilweise von der Entwicklungshilfe abhängig ist. Belastet wird die wirtschaftliche Situation ausserdem durch Flüchtlingsströme aus den Nachbarländern Ruanda und Burundi. Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftszweig, welcher mehr als 75% der Beschäftigten und mehr als 30% des Bruttoinlandprodukts ausmacht. Es wird weitgehend Subsistenzwirtschaft praktiziert und Produkte wie Hirse, Maniok, Yams oder Süsskartoffeln angebaut. In den Export gelangen hingegen Produkte wie Cashews, Kaffee, Tabak oder Baumwolle. Kaffee ist dabei seit Jahrzehnten der wichtigste, oft gar die einzige Verdienstquelle für viele Kleinbauern der entlegenen Regionen, wie zum Beispiel im Nordwesten des Landes. Für die Bauern in der abgeschiedenen Kagera Region – am Westufer des Viktoriasees – bedeutet der Kaffeeanbau die einzige Einkommensmöglichkeit, nebst der weit praktizierten Selbstversorgung. Mit dem Ziel das Preis- und Handelsmonopol der Zwischenhändler zu brechen, kam es Ende der 40er Jahre zur Gründung etlicher Genossenschaften, u.a. auch der KCU. Durch den Kontakt zu europäischen Fair-Handelsorganisationen – auch zu claro – erwarb KCU eine Exportlizenz und erlangte als eine der ersten Kaffeegenossenschaften überhaupt 1993 die Fair Trade-Zertifizierung. Heute zählt die Kooperative bereits über 90'000 Mitglieder in der Region Kagera. Der Kaffee wird in den Dörfern an insgesamt 125 Sammelstellen zusammengeführt, wo er teilweise – zwecks Verarbeitung – in die eigene Tanganyika Instant Coffee Company gefahren und durch Energie schonende Sprühtrocknung zu hochqualitativem Instantkaffee verarbeitet wird. Die Fair Trade Prämie erlaubt einerseits die Verbesserung der Trinkwasserversorgung der Dörfer, den Bau von Brücken und Schulen sowie Investitionen im Produktions- oder Verpackungsbereich. Zudem fördert KCU den Bioanbau, der sowohl zur Stärkung des Kaffeepreises beitragen, als auch den bereits spürbaren Folgen des Klimawandels – wie die zunehmende Bodenerosion – entgegen wirken soll. 

Das Produkt
claro bietet das auserlesene Baraza-Sortiment von KCU an, welches vom verarbeiteten Instant-Kaffee bis zur edlen Bohnenauslese, über die kräftig gemahlene Mischung bis hin zu den praktischen Portionen reicht. Dabei besticht der vielseitig einsetzbare Kaffee vor allem durch sein ausgewogenes und fruchtiges Aroma.
 
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Langfristige Handelsbeziehung zur Einkommenssicherung der Kleinbauern 
- Garantierter Mindestpreis & Vorfinanzierung sowie Förderung des Bioanbaus 
- Zusätzliche Prämie für Bio-zertifizierten Kaffe