Die Organisation
Sumatras Regenwälder stehen weiterhin stark unter Druck. Allein 2024 gingen auf der Insel 91'248 Hektar Wald verloren. Heute verbleiben schätzungsweise noch rund 11'700 wildlebende Sumatra-Orang-Utans.
Das Orang-Utan-Kaffeeprojekt gibt hier Gegensteuer. Es verbindet nachhaltigen Bio-Kaffeeanbau in Nord-Sumatra mit dem Schutz der Orang-Utans und ihres Regenwald-Lebensraums, indem es über 350 Kleinbauern unterstützt und Naturschutzstandards fördert. Für jedes exportierte Kilogramm Kaffee fliesst eine Prämie sowohl an die Bauern als auch an das Sumatran Orangutan Conservation Programme (SOCP), um Existenzsicherung und Artenschutz gleichzeitig zu fördern. claro bezieht seinen Orang Utan Kaffee von der Bauerngruppe Umang Isaq, welche 2012 als zweiter Partner zum Orang Utan Projekt stiess.
Umang Isaq, was “Onkel Isaak” bedeutet, stiess 2012 als zweiter Partner zum Projekt. Das Dorf liegt in bezaubernder Landschaft im Central Aceh Distrikt etwas mehr als 3 Stunden Fahrt von Takengon, der Hauptstadt des Gayo Hochlands entfernt. Umang Isaq war während des Bürgerkriegs ein geheimes Rückzugsgebiet der Aceh Freiheitskämpfer, was zu einem Konflikt mit der Armee führte und infolgedessen zu einer gewaltsamen Vertreibung der ansässigen Dorfbevölkerung. Erst nach dem Ende des Bürgerkriegs 2005 kehrten die Kaffeebauern nach und nach zurück und kümmerten sich um die vernachlässigten Plantagen.
Gegenwärtig arbeitet Orang-Utan mit31 Kleinbäuer:innen zusammen, die 32.9 ha bewirtschaften. Die Lage dieser Plantagen ist besonders, denn es gibt keine anderen Kaffeeplantagen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Das Produkt
Die Kaffeegärten liegen auf einer Höhe von 1000 – 1300 m ü.M. und es werden vor allem die Arabica Sorten Tim-Tim und Ateng angebaut. Das Gayo Hochland gehört zu den grössten Arabica Anbaugebieten auf dieser Höhe weltweit. Angrenzend liegt das Schutzgebiet des Leuser Ökosystems mit 2,2 mio ha, inklusive Gunung Leuser Nationalpark, der den vom Aussterben bedrohten vier grossen endemischen Säugetierarten Sumatras: Nashorn, Elefant, Tiger und Orang-Utan ihren letzten Lebensraum bietet.
Der Kaffeeanbau in Gayo wurde erstmals 1908 während der niederländischen Kolonialzeit eingeführt. Kaffeeplantagen im Gayo Hochland spielen seit Generationen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Lebensunterhalts lokaler Gemeinschaften. Die Kaffeeplantagen in Gayo werden von einzelnen Kleinbauern mit einem durchschnittlichen Landbesitz von weniger als 2 Hektar bewirtschaftet. Aufgrund seines fruchtbaren, vulkanischen Bodens ist der Charakter des Gayo-Kaffees sehr vielfältig, auch unter Berücksichtigung der Vielzahl der angebauten Kaffeesorten. Ganz zu schweigen von der aussergewöhnlichen Handhabung nach der Ernte. All dies macht Gayo Coffee zu einem einzigartigen Kaffee. Die komplexen Einflüsse des Gayo Hochlands erzeugen eine Vielzahl von unverwechselbaren Aromen, die den Gayo Kaffee zu einem der speziellsten Kaffees der Welt machen.
Der Orang-Utan Kaffee besticht durch fruchtige und nussige Geschmacksnoten sowie eine milde Säure.
Auswirkungen des fairen Handels
Errungenschaften seit dem Beitritt zum Orang-Utan Coffee Project:
