Im Jahr 2018 erklärten die Vereinten Nationen den 20. Mai offiziell zum Weltbienentag. Ein Tag, der auf die zentrale Bedeutung von Bienen und anderen Bestäubern für unsere Ernährung, die Biodiversität und gesunde Ökosysteme aufmerksam machen soll.
Denn Bienen leisten jeden Tag Enormes – oft unbemerkt. Rund 75 % der globalen Nahrungspflanzen sind auf ihre Bestäubungsarbeit angewiesen. Ohne Bienen gäbe es deutlich weniger Obst, Gemüse und Pflanzenvielfalt auf unseren Tellern.
Mit jedem Flug von Blüte zu Blüte tragen sie dazu bei, dass Naturkreisläufe funktionieren und Ökosysteme im Gleichgewicht bleiben. Ein stiller, aber unverzichtbarer Beitrag für das Leben auf unserem Planeten.
Und nebenbei schenken sie uns etwas ganz Besonderes: Honig.
Honig kann mehr als süssen Genuss
Seit Jahrhunderten wird Honig als natürliches Heil- und Stärkungsmittel geschätzt. Er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und antioxidativ. Er beruhigt Hals und Husten, unterstützt die Wundheilung und liefert schnell verfügbare Energie.
Als kulinarischer Genuss ist Honig ein echtes Naturerlebnis.
Je nachdem, welche Blüten die Bienen besuchen, entstehen ganz unterschiedliche Aromen. Mal mild und blumig, mal fruchtig, mal kräftig und würzig. Über 300 natürliche Aromastoffe machen Honig zu einem der vielfältigsten Lebensmittel überhaupt.
Der claro Bio-Honig Pueblo aus Uruguay entfaltet beispielsweise ein kräftig-würziges Aroma durch den wilden Eukalyptus, dessen Blüten die Bienen besuchen. Jeder Honig erzählt ein Stück von seiner Landschaft.
Wenn Honig Lebensgrundlagen schafft und Ökosysteme schützt
Und Honige können noch weit mehr als gut schmecken. Sie entfalten ökologische und soziale Wirkung in ihren Ursprungsländern.
Alle claro Honige stammen aus langjährigen Partnerschaften mit Produzent:innengruppen in Mittel- und Südamerika, die biologisch und fair wirtschaften. Hinter jedem Glas stehen Menschen, die ihre Regionen, Traditionen und Ökosysteme über viele Jahre hinweg pflegen und bewahren.

Wie wichtig diese Zusammenarbeit ist, wurde auch beim Besuch unseres claro Einkäufers Martin Mumenthaler bei den guatemaltekischen Kooperativen Cipac und Copiasuro im Jahr 2025 deutlich.
„Der Besuch hat gezeigt, wie wichtig die stabile und langfristige Zusammenarbeit mit den Kooperativen ist – und welche Bedeutung der Faire Handel für die einzelnen Mitglieder und ihre Familien hat“, erzählt er.
Fair Trade schafft weit mehr als gerechte Preise. Der Handel mit Honig kann für viele Familien zu einer wichtigen Lebensgrundlage werden – besonders für indigene Gruppen in ländlichen Regionen, in denen es oft nur wenige sichere Einkommensmöglichkeiten gibt.
Die Auswirkungen des Fairen Handels zeigen sich ganz konkret:
- Sicheres Einkommen auch für landlose indigene Familien
- Mehr Stabilität und Zukunftsperspektiven für Produzent:innen
- Unterstützung der Qualitätsverbesserung durch Fair-Trade-Prämien
- Finanzierung von schulischer Ausbildung für die Kinder der Produzent:innen
Ein schönes Beispiel dafür ist der flüssige, fruchtig-milde Blütenhonig Lacandona aus Mexiko. Er wird unter anderem von der Kooperative der indigenen Tzeltal und Tzotzil geerntet.
Die Imkerei ermöglicht dort vielen Familien ein zusätzliches und verlässlicheres Einkommen – auch Menschen mit wenig oder keinem eigenen Landbesitz. Gleichzeitig leisten die Bienen durch ihre Bestäubung einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt im lokalen Ökosystem. So entsteht etwas Wertvolles für beide Seiten: für Menschen und für die Natur.
Sollte man nicht einfach nur lokalen Honig kaufen?
Natürlich hat lokaler Schweizer Bio-Honig viele Vorteile. Kurze Transportwege, regionale Wertschöpfung und artgerechte Imkerei sind wichtig und unterstützenswert.
Doch gleichzeitig reicht die Schweizer Honigproduktion bei weitem nicht aus, um die Nachfrage zu decken.
In der Schweiz werden jedes Jahr pro Kopf rund 1.3 kg konsumiert. Weil die heimische Imkerei davon nur etwa ein Drittel produzieren kann, wird ein grosser Teil des Honigs importiert.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht nur: lokal oder importiert?
Sondern auch: Unter welchen Bedingungen wurde der Honig produziert?
Warum claro Honig einen Unterschied macht
Gerade bei konventionellem Importhonig gibt es immer wieder Probleme. Rückstände von Pestiziden oder Antibiotika, überhitzter Honig oder sogar mit Zuckersirup gestreckte Ware wurden in den letzten Jahren mehrfach aufgedeckt.
(Vgl. Gepanschter Honig | ARTE Re:)
Langfristige Partnerschaften mit ökologisch wirtschaftenden Imker:innen, welche sich klaren Bio- und Fair-Trade-Standards verpflichtet haben, machen hier den positiven Unterschied. Denn guter Honig beginnt nicht erst im Glas.
Was Bio- und Fair-Trade-Imkerei bewirken kann
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Mehr Tierwohl für die Bienen
Den Bienen wird genügend eigener Honig als Nahrung belassen, statt sie dauerhaft mit billigem Zuckersirup zu füttern. Chemisch-synthetische Medikamente sind verboten und die Bienenstöcke bestehen aus natürlichen Materialien.
Auch der Standort ist entscheidend: Bio-Imker:innen achten darauf, dass die Bienen in unbelasteten Regionen Nektar sammeln können – fern von intensiver Pestizid-Landwirtschaft.
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Faire Lebensgrundlagen für Imker:innen
Fair Trade schafft mehr Sicherheit für Produzent:innen. Mindestpreise schützen vor schwankenden Weltmarktpreisen und sichern Einkommen.
Zusätzlich fliessen Fair Trade Prämien in Gemeinschaftsprojekte wie Schulen, Gesundheitsversorgung und die Entwicklung von biologischem Anbau.
Schutz von Umwelt und Artenvielfalt
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Bio- und Fair-Trade-Imkerei verzichtet auf schädliche Pestizide und fördert blütenreiche Landschaften.
Das schützt nicht nur Honigbienen, sondern auch viele andere Bestäuber und stärkt die Biodiversität.
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Transparente Lieferketten
Wenn der gesamte Weg des Honigs vom Bienenstock bis ins Supermarktglas lückenlos nachvollziehbar und überprüfbar ist, hilft dies Mensch und Natur langfristig vor Ausbeutung zu schützen.
Fairer Bio-Honig: Ein einzigartiger Genuss mit gutem Gefühl
Die besondere Flora der Ursprungsländer schenkt den claro Honigen aussergewöhnliche Aromen – von feinen Orangenblüten bis zu wilden Acahual-Blüten. Jeder Honig bringt seinen eigenen Charakter mit. So wird jedes Glas auch zu einer kleinen kulinarischen Reise.
Bewusst geniessen statt entweder oder
Unser Fazit? Wenn es um nachhaltigen Honigkonsum geht, muss es kein Entweder-oder geben:
Lokaler Bio-Honig ist wertvoll. Gleichzeitig können fair gehandelte Bio-Honige aus Ländern wie Guatemala, Mexiko oder Uruguay Menschen vor Ort stärken und die wertvollen Ökosysteme ihrer Ursprungsländer schützen.
Zum Weltbienentag feiern wir deshalb nicht nur die Bienen selbst, sondern auch die Verbindung zwischen Mensch und Natur – vermittelt durch ein besonderes Lebensmittel, das viel mehr kann, als nur gut schmecken.
Quellen:
www.bienen.ch
www.arte.tv
www.naturschutz.ch
www.weltbienentag.de











